Online-Journalismus

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Rubrik Buch

Fachbegriffe A - G

Fachbegriffe

In diesem Kapitel erkläre ich onlinetypische Fachbegriffe und Abkürzungen. Wer wissen will, wo bestimmte Begriffe im Buch auftauchen, verwende das anschließende Register.

Account: Benutzerkonto, unabhängig davon, ob kostenpflichtig oder nicht. Besteht aus dem Namen des Benutzers und einem Kennwort oder Passwort.

Affiliation: umsatzorientiertes Online-Vertriebskonzept im Rahmen von ⇒ E-Commerce, bei dem Provision für die verkauften Produkte gezahlt wird.

Aggregator: Online-Dienst auf Datenbankbasis, der ⇒ Content sammelt und nach ausgewählten Kriterien neu zusammenstellt. Ein bekannter News-Aggregator ist Google News.

Ajax: Asynchronous JavaScript and XML ist eine Mischung aus verschiedenen Webtechniken und wurde im Zusammenhang mit Web 2.0 populär. Durch asynchrone Datenübertragung zwischen Browser und Server wird es möglich, einzelne Bausteine einer Webseite auszutauschen, ohne die ganze Seite neu zu laden.

Anker: Sprungziel, das meistens innerhalb desselben Dokuments wie die Sprungmarke liegt. Der User gelangt per Hyperlink zu einem Ziel weiter unten, außerhalb des Blickfelds, jedoch innerhalb desselben Dokuments

API: Application Programming Interface, englisch für Programmierschnittstelle

ASCII : American Standard Code for Information Interchange, umfasst das lateinische Alphabet in Gros- und Kleinschreibung, die zehn arabischen Ziffern sowie einige Satz- und Steuerzeichen. Der Zeichenvorrat entspricht weitgehend dem einer Tastatur oder Schreibmaschine für die englische Sprache.

Asset: die einzelnen Bestandteile einer Webseite, aus denen sich der ⇒ Content zusammensetzt: Text-, Bild-, Sound- oder Videodateien.

Assetmanagement: Bestandteil des ⇒ CMS, der die ⇒ Assets, verwaltet und die Trennung von Inhalt und Layout organisiert.

asynchron: zeitversetzt, asynchrone Online-Darstellungsformen stehen im Gegensatz zu ⇒ synchronen oder ⇒ Live - Formen.

Atom: meist das Atom Syndication Format für den plattformunabhängigen Austausch von Informationen, s. auch ⇒ RSS.

Attachment: Anhang oder Anlage zur E-Mail.

Audio: Von lat. audire = hören. Bestandteil von Worten, die mit dem Hören oder mit der Tontechnik zu tun haben. Beispiele: Real Audio, MP3, MIDI, WAV, AU.

Auszeichnungssprache : teilt Textelementen Eigenschaften oder Attribute („fett”, „Überschrift”) zu. Beispiel: ⇒ HTML

Autorensystem : Software zum Gestalten multimedialer Produkte für CD-ROM und Internet.

Avatar: dreidimensionale Online-Darstellung von Personen.

B2B (Business to Business): Zielgruppe dieser Strategie des ⇒ E-Business sind Geschäftskunden. Kennzeichnend sind wenig Transaktionen mit hohem Wert, funktionales Design und oft auch passwortgeschützter Zugang.

B2C : Privatkunden sind hier die Zielgruppe, Kennzeichen: viele Transaktionen mit geringem Wert, aufwändiges Design, hoher Promotion-Aufwand.

Backlink: Link, der von anderen Webseiten auf die eigene Webseite fuhrt. Für Google ist die Anzahl der Backlinks beim Ranking der entsprechenden Webseite wichtig.

Bandbreite: Geschwindigkeit, mit der Daten über eine Online-Verbindung transportiert werden können.

Banner: Werbeflachen im Web, die per Hyperlink auf das Online-Angebot des Werbetreibenden verweisen. Sie bestehen aus 1. der Grafik, 2. dem sogenannten Alternativtext zur Grafik, 3. dem Link.

Barrierefreiheit: Prinzip, dass beim Gestalten von Internetauftritten so wenig Zugangshindernisse aufgebaut werden sollen wie möglich. Solche Hindernisse können in der körperlichen Beeinträchtigung eines Nutzers ebenso liegen wie in der eingesetzten Hard- oder Software.

BildschirmseiteScreen

Bit: Von engl. binary digit = Binärziffer. Bezeichnung für eine Binärziffer (üblicherweise "0" und "1"), kleinste Masseinheit für Daten.

BlogWeblog

Bookmark: deutsch: Lesezeichen, speichert Webadressen wie in einem Adressbuch ⇒ Social bookmarking

Bot: von Roboter, programmgesteuerte Interaktion mit dem User. Bots werden im Beziehungsmanagement für häufig anfallende Routinefragen von Usern eingesetzt, vgl. auch ⇒ Avatar.

Branding: Konzeption und Aufbau eines Markenprodukts, beispielsweise eines Online-Angebots.

Browser: Software, die zum Betrachten von ⇒ Webseiten notwendig ist. Beispiele: Firefox, Internet Explorer.

Buffer: Daten-Puffer für ⇒ Streams, der einige Sekunden lang vor dem Abspielen der Streaming-Datei angelegt wird, um bei schlechten Verbindungen das Abreisen der Darstellung zu verhindern.

Button: engl. Knopf, grafische Schaltfläche, die in der Regel mit einem Link hinterlegt ist.

Cache: engl. Vorrat, Zwischenspeicher für Daten, um die Arbeitsgeschwindigkeit zu steigern.

Cascading Stylesheets: Formatvorlagen für Schriftgröße, Farbe und Schriftart einer ⇒ Webseite. Auch Rahmen oder Hintergründe lassen sich per Stylesheet einrichten.

CGI: Common Gateway Interface, standardisierte Programmierschnittstelle zum Datenaustausch zwischen Browser und Programmen auf dem Web-Server.

Channel: engl. Kanal, meist themenorientierte Abteilung eines Online-Dienstes, z. B. im Chat.

Chat: Online-Konferenz, bei der man sich schriftlich oder mündlich live mit anderen Teilnehmern unterhält.

Client: ruft Dienstleistungen von einem anderen Programm, meist dem Server, ab.

Client Side Image Maps : in Teilbereiche zerlegte Grafiken, die zu verschiedenen Dokumenten fuhren. Sie werden vom Browser ausgewertet.

CMS: Content Management System, auch: Redaktionssystem, Programm zum planvollen Anlegen, Verarbeiten, Organisieren und Archivieren von Daten.

Common Gateway InterfaceCGI.

Community: engl. Gemeinschaft, auch: Virtual Community (VC), kommunikationsorientiertes Online-Angebot für Nutzer mit ähnlichen Interessen.

Content: engl. redaktioneller Inhalt einer Website, der nicht nur aus Text, sondern auch aus Bildern, Audio- und Video-Elementen und Datenbank-Inhalten bestehen kann ⇒ Assets.

Content-Authoring: Programm, das die Darstellung von ⇒ Content automatisch steuert. Dazu werden in der Regel ⇒ Skriptsprachen eingesetzt.

Content-Life-Cycle: beschreibt die Stationen, die ein ⇒ Asset von der Idee bis zur Archivierung durchläuft.

Content Management : umfasst vom Beschaffen über das Bearbeiten bis hin zur Gestaltung und der Veröffentlichung alle online-journalistischen Aufgaben, bezogen auf multimediale Information in digitaler Form. Ziel ist die weitgehende Automatisierung redaktioneller Ablaufe. Dazu werden Redaktionssysteme oder ⇒ CMS eingesetzt.

Content-Management-SystemCMS

Content Provider: Händler mit redaktionellen Inhalten ⇒ Content Syndication.

Content RepositoryContent Repository: digitales Ablagesystem für die ⇒ Assets und die zugehörigen ⇒ Metadaten, kann als Dateisystem, als Datenbank oder als Mischung aus beidem organisiert sein.

Content Syndication: ähnlich auch Content-Sharing: Austausch von bzw. Handel mit redaktionellen Inhalten für Online-Medien.

Cookies: Datei-Einträge, die zum Wiedererkennen des Users durch den Online-Anbieter dienen. Das Cookie wird in einem vom ⇒ Browser für Cookies reservierten Bereich auf der Festplatte gespeichert.

Crossmedia: engl. quer durch die Medien: ⇒ Content medienübergreifend publizieren, wobei die Medien einander ergänzend zusammenspielen und ein Rückkanal gegeben ist. ⇒ Content Management.

CSSCascading Stylesheets

Darstellungsformen: journalistische Textsorten, die im klassischen Journalismus nach informierenden und kommentierenden Formen eingeteilt werden. Online unterscheidet man ⇒ interaktive und ⇒ kommunikative Formen, aber auch ⇒ synchrone oder ⇒ Live-Formen und ⇒ asynchronen Formen.

Data Mining: gezieltes Auswerten von Userprofilen (Profiling) nach Interessen, Vorlieben, Online-Verhalten, unter Datenschutz-Aspekten kritisch zu sehen.

Datenbank: bezeichnet umgangssprachlich sowohl die Datenbankserversoftware als auch die davon verwalteten Daten. Digitale Archive aller Art - vom Foto- über das Zeitungs- bis zum Film- und Musikarchiv - beruhen auf Datenbanken. Siehe auch Content-Management.

Datenschutz: bei Online-Angeboten Schutz der Privatsphäre von Usern. In der Bundesrepublik gesetzlich geregelt, vgl. Kapitel ⇒ Regeln.

Deep Link: vollständige Pfadangabe zur einzelnen Seite im ⇒ CMSLink.

Denic: eine Genossenschaft, die ⇒ Domains vergibt und verwaltet.

DHTML Dynamic HTML

DNSDomain-Name-Service

Dokumentenmanagement: Programm, das unstrukturierte Informationen (Volltext-Dokumente) in einer Datenbank verwaltet und zuganglich macht ⇒ Content-Management.

Domain-Adresse: weltweit eindeutige Anschrift einer Website, zum Beispiel www.journalistenakademie.de". Die Domain-Adresse bringt die technisch dahinter stehende ⇒ IP-Adresse in ein für Menschen merkbares Format.

Domain-Name-Service (DNS): Auskunftsdienst für Internetrechner, der von den gut zu merkenden Klartextnamen wie „www.bundesregierung.de” auf die dahinterliegende ⇒ IP-Adresse verweist. Auf seine Informationen verlassen sich die Server und Clients bei der Datenkommunikation.

DossierNetzdossier

DRM: Digital Rights Management, Sammelbegriff für technische Verfahren zur Wahrung der Urheberrechte.

DTD: engl. document type definition, beschreibt Dokumente eines bestimmten Typs. In einer DTD wird die Struktur des Dokuments festgelegt.

dynamische Seiten: ⇒ Webseiten, die automatisiert ihren Inhalt ändern. Beispiel: die Kursentwicklung der Microsoft-Aktie im Verlauf der letzten Woche.

E-Business: Online-Abbildung aller kaufmännischen Vorgange.

E-Commerce: Online-Abbildung der kaufmännischen Vorgange beim Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen.

E-Learning: Online- oder Offline-Lernform, die vom Lernenden selbst gesteuert wird. Andere Bezeichnungen für Online-Lernen sind auch Telelernen oder Web Based Tranining (WBT).

Edit: einzelne Änderung an einem Online-Dokument. Für bei Konflikten beim ⇒ Kollaborativen Schreiben gelegentlich zum gefürchteten Edit War.

Edutainment: Kunstwort aus Education und Entertainment, Verbinden von Bildung und Unterhaltung, online vor allem beim ⇒ E-Learning von Bedeutung.

Extranet: geschlossene Nutzergruppe; erweitert den Kreis der Zugangsberechtigten im ⇒ Intranet um externe Mitarbeiter oder Vertriebspartner. Kennzeichnend ist ein Passwort-geschützter Zugang zu einem definierten Bereich.

FAQ: Frequently Asked Questions, Sammlung von häufig gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten aus allen Bereichen. FAQs gibt es zu Computerthemen ebenso wie über Autoren oder Musiker.

Feed: abonnierbare Nachrichten in Kurzform bzw.--> Teaser. Feeds werden auf Nachrichtensites, Weblogs und Podcasts angeboten, um über Beitrage auf dieser Website zu informieren. Auf dem eigenen Desktop sieht der Besucher, ob für ihn interessante Beitrage vorliegen ⇒ Atom, RSS

Feedreader (engl. etwa „Einspeisungsleser" oder „Eingabeleser"), auch ⇒ Aggregator (engl. etwa „Sammler"), Programm zu Einlesen und Aufbereiten der Feeds.

File Transfer Protocol (FTP): ein Internet-Standard, Protokoll und Anwendung, um eine einfache und schnelle Dateiübertragung zwischen zwei Computersystemen durchzuführen.

Firewall: engl. Brandmauer, elektronischer Schutzwall, um das Ausspähen der Daten auf dem eigenen ⇒ Server zu verhindern, vgl. ⇒ Datenschutz.

Flame: verbale Attacke auf einen anderen Netzteilnehmer. Gefürchtet sind die Flame Wars, Beleidigungskriege, die ganze Diskussionsforen lahm legen können.

Flash: Werkzeug der Firma Macromedia, mit denen sich multimediale Web-Anwendungen (Flashfilme, Musikuntermalung) entwickeln lassen.

Flatrate: Festpreis ohne zeit- oder verbrauchsabhängige Kosten.

Folksonomy: Kunstwort aus „folks" (Leute) und „taxonomy", gemeinschaftliches Bewerten von Produkten ebenso wie von Links.

Follower: Nutzer, der den ⇒ Feed eines anderen Nutzers abonniert hat, beispielsweise bei ⇒ Twitter.

Follow Up: Eine oder mehrere Antworten auf eine Nachricht.

Form: ⇒ Darstellungsform

Formate: 1. (journalist.) Im Radio- und Fernseh-Journalismus formales und inhaltliches Gerüst einer Sendung. Die Formate des Online-Journalismus nutzen die ⇒ interaktiven und ⇒ kommunikativen Möglichkeiten online. 2. (techn.): Dateien liegen je nach Anwendungsprogramm in definierten Formaten vor, im ⇒ Web beispielsweise im ⇒ HTML-Format.

Forum: Foren oder Groups gehen auf den klassischen Internet-Dienst ⇒ News zurück, der an den Universitäten erfunden wurde: Wie an einem Schwarzen Brett werden Anfragen und Angebote veröffentlicht.

Frame: engl. Rahmen, Gestaltungstechnik, die das Browser-Fenster in mehrere unabhängige Bereiche aufteilt.

Frameset: definiert die Aufteilung des Browserfensters in ⇒ Frames

FTPFile Transfer Protocol

Gästebücher/Tagebücher: Web-Darstellungsform, die Beitrage der User oft in Echtzeit, manchmal auch moderiert veröffentlicht. Sonderform: die ⇒ Weblogs, kurz Blogs, die auch Diskussionsforen bieten.

Geo-Tagging, auch der Georeferenzierung, weist raumbezogene Informationen, die Georeferenz, einem Datensatz zu. Beispiel: Lokalnachrichten können Punkten auf einer Landkarte zugeordnet werden.

GIF: Graphics Interchange Format, ein von Compuserve geprägter Grafikstandard, der Bilder ohne Informationsverlust auf ein Minimum an Platzbedarf komprimiert.

GPL: General Public License, Lizenz für die allgemeine Öffentlichkeit, Vertriebskonzept für Software oder Content. Dabei verpflichtet sich der Handler, nur Vertriebs- oder Supportkosten zu berechnen und dem User den Quellcode zuganglich zu machen.

GUI: Graphical User Interface, grafische Oberflache, über die der User auf ein Programm zugreift.