Online-Journalismus

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Rubrik Berufsbild

Twitter, Blogs & Co.

Viele Online-Medien integrieren zunehmend als neue kommunikative Formen Dienste wie Twitter oder Blogs in ihren Webauftritt. Über die direkte und unmittelbare Antwortmöglichkeit können Texteinträge multimedial unterstützt werden. Doch welche Rolle spielen diese Dienste für den Online-Journalismus?
Nicht jeder Blogger ist ein Journalist. Über das Internet können auch Nichtjournalisten kleinere Beiträge online stellen. So finden sich eine Fülle von Fakten, Themen und Meinungen, die dem Online-Journalisten ein weiteres spannendes Recherchefeld eröffnet.

Blogs (Weblogs) sind eine elektronische Weiterentwicklung des Tagebuchs. Oft werden sie zwischen den klassischen Medien und Bürgerjournalismus angesiedelt. Hauptmerkmal eines Blogs ist eine chronologische Anordnung der Einträge, wobei der aktuellste am Anfang steht. Die Einträge sind häufig von Nichtjournalisten verfasst. Der einzelne Eintrag (entry) - oft ein meinungsbetonter Teaser - wird vom Betreiber des Blogs geschrieben. Dieser kann einfach als Text im Blog stehen, zu interessanten Fundstellen im Web oder anderen Weblogs verlinkt werden. Die Kommentare reflektieren die Meinungen der User und führen immer häufiger zu Netzwerkbildungen. Mit Standardsoftware von Herstellern wie blogger.com oder Wordpress können Blogs schnell und unkompliziert von Laien technisch realisiert werden.

Moblogs sind Texte, Bilder, Sounds oder Kurzfilme, die per Mobilkommunikation vom Blogger an eine Community gesendet werden. Eine spezielle Moblog-Anwendung ist der Photo-Blog (phlogs); bekanntestes Beispiel ist Flickr, ein Mix aus persönlichem Fotoalbum und öffentlicher Bilderschau. Ein Schlagwort-System (Tagging) macht aus Flickr eine umfangreiche Bilddatenbank.

Twitter (auch als Microblogging bezeichnet) bietet die Möglichkeit, kurze Statusmeldungen über eine Online-Plattform auszutauschen. Das Schreiben selbst wird dabei als „twittern” bezeichnet. Die maximal 140 Zeichen langen Beiträge, auch „tweets” genannt, erscheinen häufig in der Ich-Form. Das Schlagwort wird als „Hashtag” bezeichnet und direkt in die eigentliche Nachricht eingefügt. Jedes Wort, vor dem ein Rautenzeichen steht, wird als Tag bezeichnet, Beispiel #hashtag.

Ein Vorteil dieses Dienstes ist es, dass auch Inhalte anderer Blogs oder Webseiten sich in kürzester Zeit unter den Usern verbreiten lassen. Journalisten nutzen diesen Dienst gerne für eigene Recherchen. Da das Netzwerk vom kommunikativen Austausch der Nutzer untereinander lebt, kann der Journalist davon profitieren, wenn er selbst aktiv twittert.
Inzwischen fungiert der Microblogging-Dienst zunehmend als Marketing- und Marktforschungsinstrument. So setzen zum Beispiel Kommunen Twitter dazu ein, ihre aktuellen Projekte mit den Bürgern zu diskutieren. Auch Unternehmen setzen immer stärker auf Twitter, um Produktinformationen zu verbreiten und mit ihren Kunden zu kommunizieren. Universitäten verteilen über Twitter Informationen an Studenten und nutzen dieses Tool zur Lehrüberprüfung.

Skype ist ein Voice-over-IP-Dienst (kurz VOIP), der auf einer kostenlos erhältlichen Software basiert. Der Dienst erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So nutzen ihn nach Unternehmensangaben derzeit etwa 20 Millionen Menschen weltweit. Skype bietet eine Instant-Messaging-Funktion, Dateiübertragung,Â� Videotelefonie und Gespräche zwischen Skype-Nutzern via Internet. GebührenpflichtigÂ�auch ins Festnetz und zu Mobiltelefonen. Darüber hinaus sind Konferenzschaltungen mit bis zu 25 Gesprächsteilnehmern möglich. Zusätzlich lassen sich Gespräche einfach und schnell protokollieren.